Internet Explorer legt wieder zu

Bisher schien es so, als ob der Marktanteil des Internet Explorers weiter stagniert, während Alternative Browser wie Firefox oder Chrome zunehmen. Doch die Daten, die Netmarketshare heute veröffentlicht hat, zeigen weltweit einen gegensätzlichen Trend.

IE legt weiter zu (Quelle: Netmarketshare)

Seit April konnte der Internet-Explorer wieder ein Stück der Marktanteile zurückholen, die er vorher an seine Kontrahenten aus dem Hause Google (Chrome), Mozilla (Firefox), Apple (Safari) und Opera verloren hat. Die Verbreitung des beliebten Browsers Firefox ging etwas zurück, Google Chrome hingegen wächst stetig.

Das Wachstum des Internet Explorers mag auch mit der Einführung von Windows 7 zusammenhängen, da viele Anwender den mitgelieferten „Internet Explorer“ nutzen.

Websites komfortabel in allen Browsern testen

Im Webdesign ist die sogenannte „Crossbroswer-Compatibility“ eine der größten Herausforderungen. Als Crossbrowser-Compatibility bezeichnet man die Kompatibiliät einer Website in den gängigsten Browsern.

Als Webdesigner hat man nun zwei Möglichkeiten: Entweder man installiert sich jede Menge verschiedene Browser auf dem eigenen Rechner, oder man lässt das ganze einen Webdienst machen, wobei letzere die deutlich komfortablere Variante ist.

Heute will ich den wohl einzigen Webdienst vorstellen, der genau dies ermöglicht: browsershots.org

logo
Logo ©Browsershots.org

Auf der Startseite muss man zuerst die URL der Seite, die man überprüfen möchte, in die Box eingeben.

Danach wählt man per Haken noch die Browser aus, die auf die Kompatibilität geprüft werden sollen. Dort sind so ziemlich alle Browser in allen Versionen vertreten, durchaus auch exotische Webbrowser sind zu finden.

Per Klick auf „Submit“ geht es weiter. Man gelangt zu einer Seite, auf der man nach etwa 5 Minuten die ersten Screenshots der Browser sieht, per Klick auf die Miniatur öffnet sich eine große Version des Screenshots.

Ich finde diesen Online-Dienst sehr nützlich, da man sich als Webdesigner so die vielen Browser-Installationen auf dem eigenen Rechner erspart.

Die Geschichte der Webbrowser

Am 6. August 1991 fing alles an: Das Internet wurde zur öffentlichen Benutzung freigegeben. Zum betrachten von Websites braucht man einen sogenannten „Webbrowser“ oder kurz „Browser“. In diesem Artikel wollen wir die Browser, chronologisch geordnet, vorstellen. Jeder Benutzer muss für sich entscheiden, welcher Browser ihm zusagt, denn jeder Browser hat besondere Vorteile.

Die Entwicklung der Browser musste schnell gehen, immer wieder gab es neue Standards, so mussten beispielsweise neue Versionen für die CSS-Unterstützung programmiert werden. Heute ist ein Browser ohne CSS-Unterstützung undenkbar. Außerdem müssen Browser immer schneller beim Anzeigen von Websites werden, denn die Verwendung von immer mehr JavaScript und Flash verlangt viel Rechenarbeit vom Prozessor.

browser erscheinungsjahr

6939

Der erste Browser war NCSA Mosaic. Er konnte Grafiken und Text darstellen, und hatte Ende 1993 schon 2 Millionen User. Entwickelt wurde er an der Universität von Illinois.

Der Formatierungsstandard CSS wird ebenso wenig wie automatische Weiterleitungen unterstützt.

mosaic

Ein Praxistest unseres Magazins ergab, dass der Browser nicht mehr verwendbar ist.

Sehr wenige Seiten werden geöffnet, bei automatischen Weiterleitungen stürzt der Browsereinfach ab.

Wir haben die 1. Version des Browsers von 1993 getestet, die „neueste“ Version erschien 1997.

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1994 kam mit „Netscape“ ein weiterer Browser auf den Markt. Netscape basierte ursprünglich auf dem Quellcode des Browsers Mosaic.

netscape logo

Bis 1996 war Netscape der führende Browser, jedoch wurde er ab 1998 nur noch zögerlich Weiterentwickelt. Das ist einer der Gründe, warum er beim sogenannten „Browserkrieg“ gegen Microsofts Internet Explorer verlor.

netscape verbreitung

Netscape hatte immer wieder Probleme mit der Darstellung von Stylesheets (CSS).

Ab Version 6.0 beruht Netscape auf dem Quellcode der Mozilla Foundation, die durch den Browser „Firefox“ berühmt wurde.

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Als Microsoft erkannte, wie erfolgreich das Geschäft mit den Browsern sein kann, brachte er 1995 den „Internet Explorer“ heraus. Microsoft hatte den Browser nicht selbst entwickelt sonder von „Spyglass“ eingekauft. Mit Internet Explorer 8 Logoerscheinen des Internet Explorers  begann ein Verdrängungswettbewerb zwischen Microsoft und Netscape. Microsoft hatte als Betriebssystem-Hersteller den Vorteil, den Browser direkt mit dem Betriebssystem auszuliefern, und so viele Nutzer zu erreichen.

Derzeit hat der Internet Explorer weltweit einen Marktanteil von etwa 67 Prozent. Die aktuelle Version ist der „Internet Explorer 8“.

Unter Webdesigner ist der Internet Explorer nicht sonderlich beliebt, da er Code anders interpretiert als beispielsweise „Firefox“.

Microsoft hatte lange keine Konkurrenz auf dem Browsermarkt, bis Firefox erschien.

Hier klicken um den Internet Explorer 8 herunterzuladen.

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1996 erschien der bis zum Dezember 2000 kostenpflichtige Browser „Opera“. Opera ist besonders bei Europäischen Usern beliebt. Opera hat besonders opera logoviele für Browser untypische Funktionen, zum Beispiel ein integriertes E-Mail-Programm, Chatmodule, BitTorrent Unterstützung, ein Adressbuch, Entwicklerwerkzeuge „Dragonfly“ und noch viele weitere oft einzigartige Funktionen.

Der Browser hat einen Marktanteil von 0,7%.

Hier klicken im Opera herunterzuladen.

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Im Jahre 2002 kam der Open-Source-Browser Firefox auf den Markt, der eine ernstzunehmende Bedrohung für den Internet Explorer ist.

Firefox erfreut sich aufgrund seiner guten Erweiterungsfähigkeit firefoxstarker Beliebtheit. Das Ziel der Entwicklung war ein schneller Programmstart und geringere Speicher- und Rechenzeitauslastung. Firefox hat über 40% Marktanteil in Deutschland, und wird den Internet Explorer in absehbarer Zeit vom Markt verdrängen. Ursprünglich hieß Firefox Phoenix, jedoch musste der Browser aufgrund einer Klage des amerikanischen BIOS-Herstellers Phoenix Technologies geändert werden.

Hier klicken um Mozilla Firefox herunterzuladen.

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2003 wurde die erste Version des Browsers Apple Safari fertig gestellt.

Safari gehört zum Lieferumfang von Apples Betriebssystem Mac OS X ab derVersion 10.3 und ersetzt damit den Internet Explorer für Mac.

SafariLogoEr unterstützt wie alle modernen Browser RSS und Atom-Newsfeeds, Tabbed Browsing, JavaScript uvm.

Seit dem 11. Juni 2007 ist er auch für Microsoft Windows verfügbar.

Die aktuelle Version „Safari 4“ erschien am 8. Juni 2009, und hat unter anderem die Cover Flow Funktion für besuchte Websites und eine sogenannte Top Sites Funktion.

Hier klicken um Apple Safari herunterzuladen.

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Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Suchmaschinenriese Google einen eigenen Browser herausbrachte.

Mit Google Chrome tat er dies im Dezember 2008 schließlich. Der chrome logoHauptgedanke liegt auf Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Besonders bei JavaScript setzt Google Chrome in puncto Geschwindigkeit neue Maßstäbe.

Anders als bei der Konkurrenz ist jeder geöffnete Tab ein eigenständiger Prozess, und ist so auch im Task-Manager zu verwalten.So stürzt nicht der ganze Browser ab, wenn ein Tab abstürzt.

Datenschützer warnen vor dem Einsatz des Browsers, da Google mit dem Browser benutzerbezogene Daten sammelt. Unterbunden werden kann das durch installieren der Software „Kill-ID„.

Hier klicken um Google Chrome herunterzuladen.

Firefox: Version 3.5.1 gegen Abstürze

9,5 Millionen Mal wurde der Mozilla Firefox 3.5 bisher heruntergeladen und nun wird ein Update versprochen.

Mozilla Firefox
Mozilla Firefox

Das Update beseitigt drei Fehler, welche zum häufigeren Absturz des Browsers führten. Weiterhin sollen Fehler beseitigt werden, die schon vor der Veröffentlichung bekannt waren und diese beinahe gefährdet hätten. Die Veröffentlichung des Patches ist für den Zeitraum von Mitte bis Ende Juli 2009 geplant. Am 7. Juli gibt es von Mozilla einen sogenannten „Firefox BugDay“. An dem Tag sollen die großen Fehler beseitigt werden. Wann genau das Update Version 3.5.1 erscheinen soll, ist bislang nicht bekannt. Das Cyber-Magazin hält Sie diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden.