Die E-Mail als Dokument: De-Mail Postfächer können reserviert werden

Mittlerweile geht fast alles über das Internet. Doch der Kontakt zu Behörden oder der Versand von Verträgen muss noch auf dem Postweg erfolgen. Noch. Denn gestern haben die ersten Anbieter mit der Registrierung von E-Mail Adressen für die rechtssichere Kommunikation begonnen. Die sogenannte De-Mail garantiert die Identität des Absenders und des Empfängers und verschlüsselt den Mail-Verkehr automatisch.

Die beiden zum United-Internet Konzern gehörenden E-Mail-Provider Web.de und GMX machen den Anfang bei der Registrierung, die Deutsche Post startet ihren De-Mail Service „E-Postbrief“ am 14. Juli. Die Deutsche Telekom soll in den nächsten Wochen auch mit der Registrierung der ersten De-Mail Adressen beginnen.

Damit dieser Maildienst auch wirklich die Identität des Abendes und Empfängers garantieren kann, muss man sich bei einer offiziellen Stelle, wie beispielsweise dem Rathaus, identifizieren lassen.

Bei der De-Mail kann man keine Phantasienamen benutzen: Mail-Adresse besteht immer aus dem Muster „vorname.nachname@mail-anbieter.de“. Und kostenlos ist sie auch nicht. So sind 15 Cent Porto pro versendeter Mail im Gespräch. Gerechtfertigt werden diese Kosten durch die Ausgaben der Anbieter, die beim Aufbau einer sicheren Infrastruktur erhebliche Vorleistungen erbringen mussten.

Bevor die De-Mail genutzt werden kann muss jedoch noch das Bürgerportalgesetz in Kraft treten. Laut einem Sprecher des Justizministeriums soll dies noch bis Ende des Jahres geschehen.