Paid Content: Welt-Gruppe auf dem iPad vertreten

Zur Markteinführung des iPad in den Vereinigten Staaten am 3. April 2010 ist die „Welt-Gruppe“ mit einer eigenen Applikation im App-Store vertreten. Mit der „Kiosk-App“ haben Nutzer die Möglichkeit, die aktuellen Ausgaben von „Welt“, „Welt Kompakt“  und „Welt am Sonntag“auf dem neuen Tablet von Apple zu lesen. Für das iPad wurde die Darstellung der Inhalte weiter verbessert und eine einfache, benutzerfreundliche Navigation durch die einzelnen Seiten realisiert. Die digitalen Ausgaben der WELT-Marken sind künftig über die „Kiosk-App“ als monatliches Abonnement ab7,99€ verfügbar.

Jan Bayer, Verlagsgeschäftsführer WELT-Gruppe: „Die Welt-Gruppe als Innovationsführer im Segment der Qualitätszeitungsmarken ist von Anfang an auf dem iPad vertreten. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, zum Marktstart unsere starken Zeitungsmarken als digitale Ausgaben auf dem iPad anzubieten. Bereits bei der iPhone-App der Welt hat sich gezeigt, dass die PDF-Funktionalität ein sehr stark genutztes Angebot ist. Gleichzeitig arbeiten wir an weiteren innovativen Produkten, die sowohl zum Qualitätsanspruch der Welt-Gruppe passen als auch die besonderen multimedialen Möglichkeiten des iPad aufgreifen.“

Der Start von Angeboten für das iPad ist für die Welt-Gruppe ein weiterer Schritt im Rahmen der von Axel Springer gestarteten Initiative zur Einführung kostenpflichtiger Premium-Angebote. Seit Ende 2009 sind Apps von Welt und Bild für das iPhone verfügbar, die bereits mehr als 140.000 Mal gekauft und heruntergeladen wurden.

Twitter-Gründer nennt seine Erfindung „Triumph der Menschheit“

Hamburg (ots) – Der Gründer des Kurznachrichtendienstes Twitter, Isaac „Biz“ Stone, lobt seine Erfindung in den höchsten Tönen. Der ZEIT sagte Stone: „Dienste wie Twitter sind nicht nur ein Triumph der Technologie, sie sind ein Triumph der Menschheit! Informationen über Leute, Orte und wichtige Ereignisse sind jetzt sofort verfügbar, und zwar wann immer wir sie brauchen. Das hilft uns auch, zu erkennen, dass wir Weltbürger sind. Wir werden damit bessere Menschen.“

Den Grund dafür, dass so viele Innovationen aus den USA kommen, sieht Stone im Zugang der Amerikaner zum Unternehmerberuf. „Freunde aus Europa haben mir das einmal so erklärt, dass bei uns in den USA Unternehmer als Helden gelten. Der Gedanke, einen gut bezahlten Job aufzugeben und ein Unternehmerrisiko einzugehen – das wird in den USA begrüßt und gelobt. Das ist besonders an Amerika. In vielen anderen Teilen der Welt gilt so was eher als tollkühn“, sagte er.

2006 hat Stone mit Jack Dorsey und Evan Williams den Microblogging-Dienst Twitter gegründet. Das Unternehmen gilt als Star der Internetbranche.

© 2010 – NA/DPA

EU-Kommission will das Internet zensieren


Demo gegen Netzzensur
Demo gegen Netzzensur

Die EU-Kommission hat neue Rechtsvorschriften vorgeschlagen, in denen härtere Strafen für Kindesmissbrauch, sexueller Ausbeutung von Kindern und Kinderpornografie gefordert werden. Diese beinhalten unter anderem die Einführung der schon in der Vergangenheit sehr umstrittenen Internetsperren auf EU-Ebene.
Den Mitgliedsstaaten ist es freigestellt, wie die Sperrung umgesetzt wird. Es soll jedoch sichergestellt werden, dass der Zugang zu kinderpornografischen Websites nicht möglich ist.

Noch ist es aber nicht beschlossene Sache, da es sich um einen Richtlinenentwurf handelt, der vor Inkrafttreten noch vom Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament genehmigt werden muss.
Die stark umstrittene Passage könnte also noch aus dem Entwurf gestrichen werden.

Nachfolgend ein Zitat der umstrittenen Passage.

Artikel 21: Sperrung des Zugangs zu Webseiten, die Kinderpornografie enthalten

1. Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Maßnahmen, damit der Zugang von Internet-Nutzern zu Webseiten, die Kinderpornografie enthalten oder verbreiten, gesperrt wird. Die Zugangssperrung erfolgt vorbehaltlich angemessener Schutzvorschriften; insbesondere soll sichergestellt werden, dass die Sperrung auf das Nötige beschränkt wird, dass die Nutzer über die Gründe für die Sperrung informiert werden und dass Inhalteanbieter im Rahmen des Möglichen darüber unterrichtet werden, dass sie die Entscheidung anfechten können.

2. Unbeschadet des Vorstehenden trifft jeder Mitgliedstaat die erforderlichen Maßnahmen, damit Webseiten, die Kinderpornografie enthalten oder verbreiten, aus dem Internet entfernt werden.

Das Wort zum Sonntag

Die Lage mit China spitzt sich weiter zu. Der Streit mit Google eskalierte, weitere US-Unternehmen wollen sich den Zensoren von Chinas Regierung nicht weiter beugen. Es ist einfach unglaublich, wie es zu so einer Zensur kommen konnte, und dass sich die Menschen das gefallen lassen. Sind eben in einer Diktatur groß geworden, die Chinesen. Aber ich denke da tut sich was, in der Zukunft. Das chinesische Volk und die dort ansässigen US-Unternehmen machen die ersten Schritte gegen die Regierung. Und das ist auch gut so, denn dafür zu sorgen, dass das Internet weltweit von jedem Menschen frei genutzt werden kann, ist meiner Meinung nach eine moralische Verpflichtung von Internet-Unternehmen.

Wo wir gerade bei Verpflichtungen von Internet-Unternehmen sind. Der Breitbandausbau geht weiterhin schleppend voran. Außer ständigen Ankündigungen seitens der Regierung („Breitbandinitiative“) und seitens der Telekommunikationsanbieter tut sich da nichts.

Genauso läuft das auch mit dem dringend benötigten „IPv6“ . Uns gehen die dringend benötigten, für das Internet elementaren, IP-Adressen aus. Würde man das IPv6-Protokoll endlich einführen, wären diese Probleme gelöst. Aber die Telekommunikationsanbieter machen seit über 10 Jahren Versprechungen. Auch hier hat sich nichts getan.
Übrigens: Derzeit sind 13.567.255 .de-Domains registriert. Eine ziemlich Große Zahl. Somit kommt – statistisch gesehen- auf 6 Einwohner eine .de-Domain.

In der letzten Woche wurde außerdem ein weiteres Mal bekannt, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. So wurde 28-Jähriger, der 40 Millionen (!) Kreditkartendaten bei führenden US-Onlinehändlern geklaut hatte, zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Hart, aber fair. Übrigens: Vor seiner Verhaftung hatte er für den US-Geheimdienst Secret Service als Informant gearbeitet.

Der iPad-Start rückt immer näher. Das kleine Gerät soll unzählige Verlage retten und Paid-Content (Bezahlinhalte im Internet) etablieren. Und dabei ists gar nicht mal so toll, das iPad. Multitaskingfähig ist es zum Beispiel nicht – und damit für mich leider durchgefallen. Ansonsten ein ziemlich interessantes Konzept an dem sich in der Vergangenheit viele Hersteller versucht haben, und damit gescheitert sind. Aber vielleicht gelingt Steve Jobs ja der große Wurf. Wir werden sehen.

Social Web ist derzeit ein ganz großes Thema. Von unzähligen verschiedenen Institutionen wird von der Benutzung abgeraten. So zum Beispiel am Donnerstag die Stiftung Warentest. Interessieren tut das die Nutzer herzlich wenig. Mich ehrlich gesagt auch nicht. Auch wenn es in diesem Punkt bedrohlich ist, das Social Web.